Initiative zur Bildung einer Einheitsgemeinde Ottenbach

Hauptargumente der Primarschulpflege gegen die Bildung der Einheitsgemeinde:

1. Die Bildung einer Einheitsgemeinde ist kein schulisches Anliegen, sondern in erster Linie eine rein politisch motivierte Intervention und beinhaltet Strukturveränderungen auf Verwaltungsebene.

2. Die Stimmbürger/innen sollen auch in Zukunft direkt über den Steuerfuss, das Budget, die Investitionen und die Rechnung der Schule und so über die Bildung der Kinder von Ottenbach mitbestimmen können.

3. Mit der Schaffung einer Einheitsgemeinde ist mit Zusatzkosten zu rechnen, jedoch werden keine Einsparungen, keine Effizienzsteigerungen und keine Qualitätsgewinne für die Schule erzielt.

4. Für die Nutzung von Synergien bedarf es keiner aufwändigen Umstrukturierung zur Einheitsgemeinde.

5. Die aktuelle Verwaltungsanalyse beider Behörden durch einen externen Berater zeigt, dass beide Verwaltungen bereits heute gut funktionieren, auch ohne die Bildung einer Einheitsgemeinde.

6. Die Zusammenarbeit der Behörden und der Verwaltungen ist etabliert und kann bei Bedarf intensiviert werden.

7. Neuerungen können mittels Vereinbarung der beiden Behörden flexibel geregelt und kurzfristig realisiert werden.

FAZIT:

 Trotz Fusionstrend im Kanton und den umliegenden Gemeinden muss die Bildung einer Einheitsgemeinde in jeder Gemeinde individuell betrachtet werden, darum sind Statistiken hierzu wenig aussagekräftig. Es gibt etliche Gemeinden in denen die Stimmbevölkerung gegen solche Fusionsvorhaben gestimmt haben.

 Die Verwaltungsanalyse hat klar gezeigt, dass die bestehenden Zusammenarbeitsformen bereits bestens funktionieren. Fusionsbestrebungen führen nur bei grossem Optimierungspotential zum Erfolg, was in Ottenbach definitiv nicht der Fall ist.

 Die Primarschulpflege hat die Bildung zur Einheitsgemeinde umfassend geprüft und kommt zum Schluss, dass die Fusion zur Einheitsgemeinde keine Vorteile bringt, welche nicht auch ohne Einheitsgemeinde erreicht werden können.

Die Primarschulpflege lehnt die Weiterverfolgung des Vorhabens der Bildung einer Einheitsgemeinde aus den oben genannten, wichtigen Gründen ab und empfiehlt die Initiative abzulehnen.

Dokumentlink:

http://www.ps-ottenbach.ch/downloads/